Barrierefreiheit ≠ Overlay: Die Europäische Kommission empfiehlt, Barrieren an der Quelle zu beheben
📅 September 2026 · ⏱ 8 Min. Lesezeit
Wenn ein Werkzeug nicht dafür sorgt, dass die Website selbst die geltenden Barrierefreiheitskriterien erfüllt, ist es keine geeignete Lösung. Die Europäische Kommission empfiehlt, Probleme an ihrer Quelle zu beheben.
Ein Werkzeug hinzuzufügen bedeutet nicht, die Kriterien zu erfüllen
Overlays können Steuerelemente hinzufügen oder Laufzeitkorrekturen versuchen. Entscheidend ist jedoch, ob die Website die Anforderungen tatsächlich erfüllt. Die Kommission verweist dabei auf die harmonisierte Norm EN 301 549 v3.2.1.
Barrierefreiheit an der Quelle korrigieren
Fehlt einem Formularfeld eine zugängliche Beschriftung, wird das Formular korrigiert. Funktioniert ein Menü nicht per Tastatur, wird die Interaktion korrigiert. Das ursprüngliche Element soll barrierefrei sein, statt von einer externen Schicht abhängig zu bleiben.
Tests mit Menschen mit Behinderungen
Automatische Werkzeuge sind hilfreich, bilden aber die Nutzung mit Tastatur, Screenreader, Vergrößerung oder anderen assistiven Technologien nicht vollständig ab. Die Kommission empfiehlt deshalb Tests unter Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen.
